Miteinander lernen, miteinander leben, miteinander Umwelt gestalten 

Leitziele: 

1. Unsere Schule ist eine Schule, in der alle willkommen sind. 

2. Die Wertschätzung von Vielfalt ist eine wichtige Grundlage 
unseres Schullebens. 

Eine inklusive Gesellschaft bedeutet für uns eine Gesellschaft, an der alle Menschen gleichberechtigt teilnehmen können und die die Verschiedenheit aller Menschen akzeptiert und als Ressource wahrnimmt. Eine inklusive Schule in dieser Gesellschaft muss eine Schule sein, die alle Kinder in ihrer Individualität annimmt und je nach ihren individuellen Voraussetzungen und Bedürfnissen fördert und fordert. Alle Kinder aus dem Wohnumfeld sollen hier gemeinsam leben und lernen können. Das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Beeinträchtigungen, unterschiedlicher Herkunftsländer und Herkunftssprachen, aus armen und nichtarmen Familien wird an unserer Schule bewusst genutzt, um die individuellen Bedürfnisse der Kinder zu berücksichtigen. Damit dies gelingen kann, braucht es an der Schule gemeinsames Lernen im Klassenverband und die individuelle Förderung in kleinen Gruppen (siehe Leitziel 3), ebenso wie die Verankerung von Sozialem Lernen und Förderung von Sozialkompetenzen (siehe Leitziel 4) sowie ein Bewusstsein für Mensch, Natur und Umwelt (siehe Leitziel 5). Mit einem solchen ganzheitlichen Blick leistet Schule aus unserer Sicht einen Beitrag zum sozialen und demokratischen Zusammenhalt und zur Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft.

3. Die tägliche Aufgabe unserer pädagogischen Arbeit ist die 
Förderung der Kinder nach ihren individuellen 
Voraussetzungen. 

Die tägliche pädagogische Aufgabe unserer pädagogischen Arbeit ist die Förderung der Kinder nach ihren individuellen Voraussetzungen und Begabungen
Individuelles Lernen im Unterricht (Innere Differenzierung)
In den meisten Klassen lernen Kinder unterschiedlichen Alters und mit unterschiedlichen Kompetenzen und Förderbedürfnissen zusammen. Durch individuelle Lernwege bzw. individuelle Lernaufgaben und Materialien werden die unterschiedlichen Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt. Dies setzt offene und selbständige Unterrichtsformen voraus, z.B. die Wochenplanarbeit oder das Stationenlernen. Der Wochenplan ist ein „flexibel und variantenreich“ einsetzbares Mittel, um diesen Forderungen zu entsprechen. Dieses organisatorische Konzept geht von der didaktischen Erkenntnis aus, dass nicht alle Kinder zur gleichen Zeit die gleichen Aufgaben bewältigen und die gleichen Lernschritte gehen können.
Hilfe bei der Arbeit erhalten die Kinder von der Lehrkraft und anderen im Unterricht unterstützenden Pädagoginnen (Erzieher/-innen, Co-Teacher, Sonderpädagogen, Sozialarbeiter/-innen). Teamteaching bedeutet das gemeinsame Vorbereiten, Planen, Durchfu¨hren und Evaluieren von Unterricht durch mehrere Pädagogen, um individuellen Lernbedu¨rfnissen in heterogenen Lerngruppen gerecht zu werden.
Individuelles Lernen durch äußere Differenzierung (ergänzende Förderung)
Zusätzlich zum binnendifferenzierten Lernen im Unterricht werden Kinder mit Unterstützungsbedarf in Kleingruppen gezielt in besonderen Fähigkeiten und Fertigkeiten gefördert.
Bedarfsorientierte schulinterne Testverfahren durch die Sonderpädagogin sind Grundlage für die Erstellung individueller Förderpläne für Kinder mit speziellen Förderbedarfen in Sprache, Lernen, Geistiger Entwicklung und sozial- emotionalem Verhalten.
Temporäre Lerngruppe (TLG )
Zu Beginn eines jeden Schuljahres führt ein Team aus vier Kollegen die Lernausgangslage Berlin, kurz LauBe, mit allen Erstklässlern durch. Dabei kann festgestellt werden, auf welchem Niveau die individuellen sprachlichen und mathematischen Fähigkeiten jedes Einzelnen liegen. Lernende, bei denen deutliche Schwächen in bestimmten Bereichen erkennbar sind, werden parallel zum Regelunterricht in festen Fördergruppen unterrichtet. Die Einteilung dieser sogenannten temporären Lerngruppen übernehmen die Sprachbildungskoordinatorin und die Sonderpädagogin der Schule als Team, in Absprache mit den Klassenlehrer_innen. Zunächst auf ein halbes Jahr begrenzt, kann die Laufzeit einer TLG, je nach Förderprognose der Schülerinnen und Schüler, verlängert werden. Dabei erhält jede Lernwelt zwei Stunden pro Woche zur Förderung.
In der TLG lernen Kinder mit unterschiedlichsten Lernschwierigkeiten miteinander und voneinander. Das übergeordnete Ziel der durchgängigen Sprachbildung wird auch hier als ganzheitliche Aufgabe verstanden. Gemeinsame Rituale, die Verständigung auf feste Verhaltensregeln und eine Auswahl von Wahrnehmungs- und Merkspielen sind Anker der TLG- Arbeit.
Die hier angebotenen Fördermaterialien bauen individuell auf dem Wissensstand der Kinder auf und fördern das selbstorganisierte Lernen. Fotografien an der Tafel zeigen an, mit welchen Materialien die Schülerinnen und Schüler üben können, um die nächste Lernstufe zu erreichen.
Kunsttherapie in der Lernwerkstatt
Seit dem Schuljahr 2018/19 ist eine ausgebildete Kunsttherapeutin und Traumapädagogin des Vereins IsrAID an unserer Schule tätig. In Kooperation mit unserer Schulsozialarbeit arbeitet sie mit Schüler*innen mit Schülergruppen bis max. 4 Kindern künstlerisch und kreativ. Die Arbeit im Atelier bietet ihnen einen geschützten und begleiteten Raum der Entfaltung.
DaZ- Fördergruppen
Schülerinnen und Schüler mit unzureichenden Kenntnissen in der deutschen Sprache erhalten in jahrgangshomogen zusammengestellten Kleingruppen Sprachförderunterricht zwei Stunden pro Woche.
LRS- Gruppen
Schülerinnen und Schüler bei denen durch das PULS- Screening in Klasse 1 und 2 bzw. im späteren Verlauf durch eine Diagnostik mit der HSP und dem Stolper-Wörter-Lesetest eine Lese- Rechtschreibschwäche festgestellt werden kann, erhalten eine Stunde pro Woche spezielle Förderung durch die LRS- Fachkraft.
Übergangsklasse
Für einzelne Kinder mit erhöhtem Förderbedarf im emotional-sozialen Bereich haben wir ab der 3.-6. Klasse das Angebot der Übergangsklasse eingerichtet. Hier werden maximal 5 Kinder in einem sehr engen Rahmen von drei Pädagog*innen unterschiedlicher Professionen (einer Lehrerin, einer Kunsttherapeutin und einer/einem Sozialpädagogen/in) betreut. Mithilfe eines Wechsels aus Unterrichtsstoff, praktischen und handwerklichen Anteilen und Übungen zur Sozialkompetenz werden hier Kinder, denen der Unterricht in der Regelklasse schwer fällt, über einen Zeitraum von 3 Monaten bis einem Jahr an zwei Unterrichtsstunden täglich dafür trainiert, wieder regelmäßig am Unterricht in ihrer Stammklasse teilzunehmen.
ETEP (Entwicklungstherapie/Entwicklungspädagogik)
Der Entwicklungspädagogische Unterricht (EPU) ist fester Bestandteil der Arbeit an der Schule. ETEP-Prinzipien begleiten den Schulalltag in allen Jahrgangsstufen und in der ergänzenden Förderung und Betreuung.
Ergänzende Förderung und Betreuung (Hort)
Die ergänzende Förderung und Betreuung an unserer Schule gestaltet sich in Form des Offenen Ganztagsbetriebes. Die Integration von Kindern mit besonderem Förderbedarf sowie das Fördern und Fordern aller Kinder mit ihren Stärken und Schwächen, ist maßgeblicher Bestandteil unserer Arbeit.
Mit Hilfe von Rollenspielen, Brettspielen und dem gemeinschaftlichen Entdecken der Themenräume des VHG-/ Hortbereiches lernen die Kinder das Zusammenspiel in der Gruppe.
Eine Vielzahl von Arbeitsgemeinschaften und die Holzwerkstatt bietet den Schüler*innen die Möglichkeit, sich nach eigenen Interessen und Vorlieben zu beschäftigen. Mit dem Snoezleraum wurde ein Rückzugsort mit vielfältigen Entspannungsmöglichkeiten geschaffen.
Zusätzlich steht für unsere Kinder vormittags und nachmittags die Lernwerkstatt zur Verfügung, welche projektorientiert arbeitet. Es finden integrative Angebote statt, die durch die Integrationserzieher unterstützt werden.
Der Fokus unserer Arbeit liegt darauf, selbstständiges Lernen und Handeln zu fördern als auch soziale Kompetenzen auszubilden.

4. Soziales Lernen bildet einen bedeutenden Schwerpunkt unserer 
täglichen Arbeit.

Soziales Lernen bildet einen bedeutenden Schwerpunkt unserer täglichen Arbeit
Wir betrachten Soziales Lernen als ein bedeutendes Anliegen unserer Schule und als ein eigenständiges Lernfeld für das gemeinsame Zusammenleben als Schulgemeinschaft. Das Erlernen eines friedlichen und fairen Umgangs mit Konflikten, Verantwortungsübernahme, und Partizipation sind grundlegend für eine Schulgemeinschaft, in welcher gegenseitig Rechte und Pflichten geachtet und demokratische Gemeinschaft gelebt werden.
So haben alle Klassenstufen fest verankert in ihrem Stundenplan eine Stunde Soziales Lernen in der Woche, welches von der Klassenleitung und schwerpunktmäßig in der 3. und 5. Klasse unterstützt von den Schulsozialarbeiter*innen angeleitet wird. Zusätzlich findet in allen Klassenstufen einmal wöchentlich ein Klassenrat statt, in welchem die Kinder angeleitet werden, Konflikte eigenständig zu lösen und mit der Übernahme verschiedener Ämter wie z.B. Moderation, Regelwächter, Zeitwächter usw. Entscheidungsprozesse einzuüben. Darüber hinaus werden engagierte Kinder in Nachmittagsangeboten zu Streitschlichter*innen ausgebildet, erlernen dort Techniken der Mediation und Konfliktschlichtung und stehen den anderen Kindern in den Hofpausen als Ansprechpartner*innen zur Verfügung. Ein weiterer Ansatz zum Erlernen von Verantwortungsübernahme und sozialer Kompetenzen ist das Buddy-Programm. Dieses fördert sowohl Patenschaften zwischen Klassen jüngerer und älterer Jahrgänge, als auch individuelle Patenschaften zwischen einzelnen Kindern, die Mitschüler_innen im Unterricht und bei individuellen Schwierigkeiten unterstützen.
Unterstützend und begleitend für alle sozialpädagogischen Themen und Projekte gibt es an unserer Schule zwei Schulsozialarbeiter*innen, die Kinder, Eltern und das pädagogische Personal beraten, bei schwierigen Konflikten vermitteln, präventive Angebote und soziale Kompetenzförderung im Klassen-, Kleingruppen und oder Einzelfall anbieten und mit entsprechenden Fachstellen zusammenarbeiten und weiter vermitteln.

5. Wir stärken das Bewusstsein für Umwelt, Naturschutz und 
gesunde Ernährung. 

Wir stärken das Bewusstsein für Umwelt, Naturschutz und gesunde Ernährung 
Umwelt, Naturschutz und gesunde Ernährung liegen unserer Schule ganz besonders am Herzen. Ein deutliches Zeichen setzt allein schon der Name unserer Schule. Die Kooperationsbeziehungen zum Partner Ökodorf Brodowin ermöglichen regelmäßige Tagesausflüge in den Jahrgangsstufen 1 bis 4 sowie naturwissenschaftlich-geografische Exkursionen in der Jahrgangsstufe 6. Die Ergebnisse der Exkursionen werden in Form von Plakaten in der Partnergemeinde visualisiert.  
Bei Schulfesten repräsentiert sich das Ökodorf mit typischen Produkten, unter anderem auch mit der Bio-Milch, die den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 1-6 in den Pausen angeboten wird. Um bei den Heranwachsenden ein Bewusstsein für gesunde Ernährung zu stärken, organisieren die einzelnen Klassenleitungen regelmäßige Projekttage zum gesunden Frühstück. 
Allerdings ist es wichtig, dass sich die Lernenden mitverantwortlich fühlen für ihre Umwelt, sodass sie zum einen angehalten werden, den Schulhof in einem sauberen und einladenden Zustand zu halten, zum anderen aber regelmäßig von verantwortlichen Umwelterziehern und Klassenleitungen wöchentlich als „Umweltindianer“ eingeteilt werden. Diese Aufgabe übernehmen unsere Schülerinnen und Schüler mit großem Interesse und Engagement. 
Des Weiteren findet alle zwei Jahre eine Projektwoche zum Thema Ökologie statt, bei der den Kindern verdeutlicht wird, inwiefern die Umwelt geschützt werden kann und wie eine Mülltrennung erfolgen kann. Mit diesen Kenntnissen ist es den Schülerinnen und Schüler schließlich auch möglich, in den Klassenräumen eine sortenreine Trennung des Mülls mit Hilfe der vorgesehenen Müllbehälter vorzunehmen. Zudem besteht die Möglichkeit für alle Drucker- und Tonerpatronen in entsprechende Behältnisse im Sekretariat zu recyceln. Besonders stolz sind wir aber auf unsere erfolgreiche Beteiligung an der Supersammler-Aktion. Viele Familien und Mitarbeiter_innen unterstützen mit zahlreichen Altpapierspenden. Somit lernen die Kinder spielerisch, wie Abfälle der richtigen Entsorgung zugeführt werden und was nachhaltiges Recycling bedeutet. 
Die folgenden Kooperationspartner, Projekte und Arbeitsgemeinschaften unterstützen uns im Sinne der Umwelterziehung und des Naturschutzes: 
In der AG Aquarianer lernen unsere Schülerinnen und Schüler einen respektvollen, verantwortungsvollen Umgang mit Tieren. 
In der AG „Umwelt und Natur“, die für die Jahrgangsstufe 3 und 4 angeboten wird, finden regelmäßige Treffen statt. Hier wird sich um den Ausbau des Schulgartens und die ökologische Nutzung diverser Freiflächen bemüht. Ähnlich verhält es sich mit unserem Schulgarten. Unter Aufsicht der Klassenleitungen erfolgt die Schulgartengestaltung: Anlage von Beeten, Biotopgestaltung, Bau von Weiden-Iglus, „grünes Klassenzimmer“ oder ähnliche Projekte wecken das Interesse an Natur und Umwelt.  
Gemeinsame Projekte lassen sich aber auch mit unseren Kooperationspartnern verwirklichen. Unser direkter Nachbar, der „Interkulturelle Garten“ bietet regelmäßig Projekte bezogen auf Natur- und Umweltschutz bzw. gesunde Ernährung an und ermöglicht die Nutzung der Grünflächen für Sommerfeste einzelner Klassen. Unser weiterer Kooperationspartner „Naturschutz Malchow e. V.“ bietet die Naturschutzstation in Malchow für alle als außerschulischen Lernort an.